Sie sind hier: r-recht.de » Bank- und Kapitalmarktrecht » Aktuelle Fälle » Schiffsfonds » Ownership Tonnage III

Ownership Tonnage III: Gehen die Schiffe unter?

05.11.2013: Ist der Fonds noch zu retten?

 

Aktuelle Lage des Schiffsfonds

 

Sämtliche GesellschafterInnen wurden bereits im letzten Jahr seitens der Treuhänderin, der Ownership Treuhand GmbH, darüber in Kenntnis gesetzt, daß für den Schiffsfonds ein zusätzlicher Kapitalbedarf von € 5.800.000 bestehe. Damit drohte bereits nach einem kurzen Zeitraum die Insolvenz der Gesellschaft, die bis ins Jahr 2021 fortbestehen sollte.

 

Folgen für AnlegerInnen?

 

Die Ausschüttungen nicht in der erwarteten Höhe erfolgen. Es wurde deutlich weniger ausgeschüttet als im Prospekt angegeben – bis Ende 2011 sollten Ausschüttungen in Höhe von 35 % erfolgen – tatsächlich wurden nur magere 9,5 % ausgeschüttet! Diese ohnehin geringen Ausschüttungen wurden dann auch noch im Januar 2012 von den AnlegerInnen zurückgefordert!

 

Es besteht daher ein deutliches Mißverhältnis von Risiko und Rendite!

 

Der Zweitmarktkurs liegt unter 35 %!

 

Ein Verkauf der Beteiligung ist nur unter Inkaufnahme von hohen Verlusten möglich!

 

Hohe Vertriebskosten und ihre Folgen

 

Unglaubliche 11 % des Kommanditkapitals wurden für die Emissionskosten und damit vor allem für den Vertrieb  verwendet. Hinzu kam noch das Agio von 5 %.

 

Welche Auswirkungen hatte dies?

 

Es bestand ein hohes Eigeninteresse der Berater am Verkauf und es stand weniger Kapital für das eigentliche Projekt – den Schiffserwerb – zur Verfügung!

 

Risiken – wollten Sie diese eingehen?

 

Für viele unserer Mandanten stellte sich erst jetzt heraus, welche enormen Risiken sie mit der Beteiligung am Schiffsfonds OwnerShip Tonnage II eingegangen ist, u.a.:

 

Totalverlustrisiko bzgl. Ihres Kapitals

Lange Laufzeit

Gefahr der Rückzahlungspflicht von erhaltenen/zukünftigen Ausschüttungen.

 

 

Bis auf wenige Ausnahmefälle sind bei geschlossenen Fonds die angedachten Sanierungskonzepte meistens nicht in der Lage, die Fondsgesellschaften dauerhaft zu stabilisieren. Die Fondsanleger sollten bedenken, dass spätestens ein Insolvenzverwalter die erhaltenen Ausschüttungen zurückfordern kann und dies in der Regel auch macht.

 

Das Risiko eines Totalverlustes ist durch die bekannt schlechte Entwicklung in greifbare Nähe gerückt.

 

Bevor das Kind endgültig in den Brunnen gefallen ist, sollten Sie handeln! Lassen Sie Schadensersatzansprüche gegen Ihre Berater prüfen, bevor es zu spät ist!

 

Unsere Fachanwaltskanzlei ist bereits in zahlreichen Fällen gegen die Berater beauftragt. Wir beraten Sie gerne hierzu!

Ownership Tonnage III: Droht die Insolvenz?

<xml> </xml>

10.12.2012: Ist der Fonds nach zwei Kapitalerhöhungsrunden noch zu retten?

Die globale Finanzkrise 2008 hat sich auf viele Schiffsfonds negativ ausgewirkt. Auch die aktuelle Entwicklung der Weltwirtschaft gibt keinen Grund zur Annahme, dass sich die Situation in absehbarer Zeit verbessern wird. Im Gegenteil: Bei den Schiffsfonds hat der weltweite Rückgang des Containerumschlags sowie der Charterraten bereits zu zahlreichen Insolvenzen geführt. Die Experten sind sich einig, dass weitere Insolvenzen folgen werden.

Mitunter kann eine Insolvenz nur durch finanzielle Sanierungsbeiträge der Anleger abgewendet werden. Diese stehen dann vor der Frage, ob sie weitere Geldmittel in ein möglicherweise nicht mehr zu rettendes Unternehmen einlegen sollen. Bis auf wenige Ausnahmefälle sind die angedachten Sanierungskonzepte aber nicht in der Lage, die Fondsgesellschaften dauerhaft zu stabilisieren. Die Fondsanleger sollten deshalb bedenken, dass ein Insolvenzverwalter  Ausschüttungen zurückfordern kann, die sie erhalten haben.

Auch der Fonds Ownership Tonnage III  hat die Krise deutlich zu spüren bekommen:

Bereits 2010 kam es zu einem Sanierungsversuch. Die Anleger haben weiteres Geld investiert. Im Januar 2012 wurden die Anleger dann darüber informiert, daß der Fonds einen zusätzlichen Kapitalbedarf von 5.800.000 hat. Die Anleger sollten dies zur Verfügung stellen und wenigstens die Ausschüttungen von 9,5 % zurückzahlen.

Nachdem seit 2009 die Tilgungen auf die Darlehen ausgesetzt werden konnten, sind nunmehr pro Schifffahrtsgesellschaft 11 bzw. 12 Quartalsraten rückständig und wurden an das Laufzeitende der Darlehen verlagert. Für 2012 fordern die finanzierenden Banken die jeweils vollen Jahrestilgungen. Mit dem aktuellen Charterratenniveau können diese aber nicht geleistet werden. Die Gefahr einer Insolvenz ist daher sehr nahegerückt!

Die Beteiligung wurde den Anlegern als sichere Anlage angeboten. Nicht aufgeklärt wurde darüber, daß es sich bei einer Schiffsfondsbeteiligung immer um eine unternehmerische Beteiligung handelt, die ein Totalverlustrisiko in sich trägt.

Inzwischen haben viele Gerichte entschieden, daß geschlossene Fonds grundsätzlich nicht zur Altersvorsorge geeignet sind, weil sie hochspekulativ sind.

Beim Schiffsfonds Ownership Tonnage III wurden erhebliche Teile des Anlagekapitals für Vergütungen bzw. Provisionen des Vertriebs verwendet. Nach der einschlägigen BGH-Rechtsprechung hätten die Anleger hierauf vom Berater explizit hingewiesen werden müssen, egal, ob dies eine Bank oder ein freier Anlageberater war. In den uns bekannten Fällen ist dies regelmäßig nicht geschehen, weshalb schon allein deshalb Schadensersatzansprüche bestehen können.

Beteiligungen an geschlossenen Fonds sind nach der Rechtsprechung grundsätzlich für die Altersvorsorge und Alterssicherung ungeeignet, außerdem handelt es sich nach Ansicht vieler Gerichte um eine hochspekulative Anlage, die das Totalverlustrisiko bereits in sich trägt.

Auf diese weitreichende Befugnisse der finanzierenden Banken und die daraus resultierenden Risiken hätten aber die Berater hinweisen müssen.

Viele Anleger hatten in den Beratungen den Eindruck gewonnen, daß es sich bei einem Schiffsfonds m eine sichere Sache handeln würde. Die Anleger wurden nicht über die lange Kapitalbindung aufgeklärt, und die meisten wissen auch nicht, daß die Fondsgesellschaft bereits ausgeschüttete Gelder wieder zurückfordern kann.

Gerade die jüngere Entwicklung in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) und auch der Oberlandes- und Landgerichte hat enorm verbesserte Möglichkeiten geschaffen, den Anlageberater bzw. die beratende Bank auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen. So kann bereits der Umstand, dass der Anleger vor dem Beitritt nicht über die konkrete Höhe der Provisionen des Beraters bzw. des Beratungsunternehmens aufgeklärt wurde, zu einer Haftung wegen fehlerhafter Anlageberatung führen.

Es gibt darüber hinaus zahlreiche andere Ansatzpunkte, über die die Anleger nicht korrekt aufgeklärt worden sind.

Von Monat zu Monat steigt daher das Risiko, daß die Kapitalanleger am Ende ganz leer ausgehen.

Vorgeschlagene Sanierungskonzepte sollten die Anleger gut prüfen, bevor sie schlechtes Geld dem guten hinterherwerfen.

Bis auf wenige Ausnahmefälle sind bei geschlossenen Fonds die angedachten Sanierungskonzepte meistens nicht in der Lage, die Fondsgesellschaften dauerhaft zu stabilisieren. Die Fondsanleger sollten bedenken, dass spätestens ein Insolvenzverwalter die erhaltenen Ausschüttungen zurückfordern kann und dies in der Regel auch macht.

Das Risiko eines Totalverlustes ist durch die bekannt schlechte Entwicklung in greifbare Nähe gerückt.

Bevor das Kind endgültig in den Brunnen gefallen ist, sollten Sie handeln! Lassen Sie Schadensersatzansprüche gegen Ihre Berater prüfen, bevor es zu spät ist!

Unsere Fachanwaltskanzlei ist bereits in zahlreichen Fällen gegen die Berater beauftragt. Wir beraten Sie gerne hierzu!